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Berufsgrundsätze

Die Grundsätze für die Berufsausübung bestimmen das Verhalten der Person, die Wertermittlungen im Rahmen von Kleindarlehen durchführt und erstellt, in ihren Beziehungen zu Auftraggebern, Interessenten, Mitarbeitern, Bewerbern, Lieferanten, Verbänden und der Öffentlichkeit. Sie verpflichtet sich zur Einhaltung dieser Grundsätze.

Personen, die Wertermittlungen im Rahmen von Kleindarlehen durchführen und erstellen, sind in fachlicher Ausübung ihrer Tätigkeit, also insbesondere bei der Wertfindung, weisungsungebunden. Die disziplinarische Weisungsbefugnis des Arbeitgebers wird durch diese Berufsgrundsätze selbstverständlich nicht aufgehoben, dies gilt ebenso für branchenspezifische Grundsätze wie z. B. Bankgeheimnis, Compliance u. ä.

 

n  Verhalten

  • Handeln immer im Rahmen der Berufsgrundsätze.

n  Persönliche Verhältnisse

  • Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse.

n  Selbstverpflichtung

  • Verpflichtung, Wertermittlungen nach bestem Wissen und Gewissen anzufertigen sowie gemäß den für den jeweiligen Auftrag- bzw. Arbeitgeber geltenden gesetzlichen Be­­stimmungen, Verordnungen und Anweisungen.

n  Fachliche Kompetenz und Seriosität

  • Es dürfen nur Aufträge angenommen werden, für deren Bearbeitung die erforderlichen Fähigkeiten, Fachkompetenz und Erfahrungen vorhanden sind.

  • Eine regelmäßige Weiterbildung hinsichtlich der aktuellen gesetzlichen Entwicklungen und Veränderungen am Immobilienmarkt wird empfohlen.
  • Achtung des geistigen Urheberrechts anderer, Verwendung solchen Materials nur mit Quellenangabe.

n  Objektivität, Neutralität, Eigenverantwortlichkeit

  • Grundsätzlich eigenverantwortliche Tätigkeit.

  • Unvoreingenommene und objektive Wertermittlungen nach bestem Wissen und Gewissen.

n  Vertraulichkeit 

  • Einhaltung von Datenschutzbestimmungen und Bankgeheimnis (öffentlich-recht­lich, strafrechtlich, unternehmensintern).

  • Vertrauliche Behandlung aller internen Vorgänge, Informationen und Daten.
  • Verwendung der Daten ausschließlich für die beauftragte Wertermittlung.
  • Auftragsbezogene Unterlagen werden nicht an Dritte weitergegeben.
  • Einhaltung der Compliance-Richtlinien der Kredit- und Versicherungswirtschaft.

n  Interessenkonflikte

  • Bei Interessenkonflikten müssen dem Auftraggeber bzw. Arbeitgeber sofort alle relevanten Fakten schriftlich offen gelegt werden.

  • Nur wenn dem Auftraggeber bzw. Arbeitgeber der Interessenkonflikt schriftlich ausführlich dargestellt wird und dieser trotzdem auf einer Bearbeitung besteht und dies schriftlich bestätigt, darf ein solcher Auftrag ausgeführt werden.
  • Entsteht ein Interessenkonflikt während der Bearbeitung einer Wertermittlung, ist der Auftraggeber bzw. Arbeitgeber sofort davon schriftlich zu unterrichten und die Niederlegung des Auftrags anzubieten.

n  Verbot der Mehrfachtätigkeit 

  •       Die Person, die Wertermittlungen im Rahmen von Kleindarlehen durchführt und erstellt, darf nicht gleichzeitig dasselbe Objekt für mehrere Auftraggeber bearbeiten, ausgenommen, es ist ihm ausdrücklich und schriftlich von allen Auftraggebern genehmigt worden.

n  Überwachung und Sanktionen 

    • Die Einhaltung der Berufsgrundsätze wird durch die HypZert überwacht. Bei Nichteinhaltung soll die HypZert mit entsprechenden Hin­weisen und abgestuften Sanktionen reagieren. 
    • Die HypZert muss nur solchen Vorwürfen über Verstöße gegen diese Berufsgrundsätze nachgehen, die durch den Beschwerdeführer entsprechend belegt werden können.

    n  Anzeigepflichten

    • Der geprüfte Wertermittler hat der HypZert GmbH 
      - die Änderung seiner Büroanschrift,
      - die Änderung seines Wohnsitzes oder
      - Arbeitgeberwechsel
      anzuzeigen.

     

     

     

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